Kulturica | Am Anfang war eine Idee…
Kulturica | Am Anfang war eine Idee…
German Kultur in den USA. Deutsche Journalistin aus Heidelberg schreibt in ihrem zweisprachigen Blog über ihr Leben und Reise-Erfahrungen an der Ostküste Amerikas.
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Am Anfang war eine Idee…

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Am Anfang war eine Idee…

Wie bereits im September im Pfalz Magazin lautstark angekündigt, habe ich es Mitte Oktober letzten Jahres (Himmel, wie die Zeit vergeht!) tatsächlich gewagt, um den halben Erdball (eigentlich eher ein Fünftel) zu fliegen, um mich hier für längere Zeit häuslich einzunisten und den Amerikanischen Traum mit kleinen Schritten, aber großen Ambitionen, zu verfolgen. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. Und ist auch nicht an einem Tag abgebrannt. Aber das ist eine andere Geschichte…

 

Meine kühne Vision ist es, eine eigene zweisprachige Website im Vintage-Stil zu zaubern, auf der ich von meinem neuen Leben in den Vereinigten Staaten berichten kann: von kulturellen und kulinarischen Gewohnheiten über ‘insider locations’ – fernab von längst bekannten, ausgelatschten Touristen-Reisezielen – bis hin zu eigenen Reise- und Geheimtipps, Photographien und Kunstwerken von lokalen Künstlern und Hobbykünstlern, Scrapbooking- und Journaling-Ideen, Steampunk-Zeichnungen und -collagen und alles, was das Reise-Nostalgie-Herz begehrt. Deutschland trifft Amerika und vice versa. Marshmallows, Zimt-Rosinen-Bagels, ‘pulled pork’ (das wohl tatsächlich mit ‘Zupfbraten’ übersetzt wurde, was doch irgendwie unappetitlich nach Unkraut rupfen klingt), Netflix, Hollywood, Saturday Night Life, New York City, Independence Day – all das und noch viel mehr wird nach und nach meinen Blog mit Leben füllen, wie Schneeglöckchen im Frühling, die durch eine fluffige Schneedecke durchbrechen.

 

Also, zurück zum Anfang, d.h. Mitte Oktober: Nach einem acht-stündigen Flug (bei dem ich in einen Junggesellenabschied geriet und der kichernde Steward nicht aufhören wollte, uns ungefragt Champagner nachzufüllen) landete ich also in Boston in Massachusetts, der größten Stadt Neuenglands. Die Küstenstadt ist eine der ältesten und kulturell spannendsten Städte Amerikas. In wenigen Tagen findet dort an der weltberühmten Harvard Universität die German American Conference statt, die größte von Studenten organisierte Konferenz Amerikas. Dieses Jahr werden wieder viele bekannte Persönlichkeiten aus Kultur und Politik auf der Bühne stehen, wie Thomas Gottschalk (Wetten dass…?), Ingo Zamperoni (ARD), Miriam Meckel (Wirtschaftwoche), Ranga Yogeshwar (Quarks & Co) und sogar Michael Hayden (ehemaliger General der US Air Force und ehemaliger Direktor der CIA). Ich werde zwischen Journalisten aus aller Welt sitzen und fleißig in meinen kleinen, roten Notizblock kritzeln. Aufregend!

 

Jetzt lebe ich in Connecticut, in einem kleinen Traum-Holzhaus am See. Ein bisschen ist es wie im Bilderbuch, ganz urig, klein, ein bisschen verpennt. Nachts fallen die Eicheln des Nachbarbaumes klickend und klackend auf mein Dach und lassen mich nur zu oft hochschrecken. Ob ich mich jemals dran gewöhnen werde? In der Nacht ist das Leben hier am See ansonsten nämlich sehr still und sehr, sehr dunkel.

 

Im riesigen Supermarkt hier um die Ecke habe ich schon deutsche Schätze entdeckt, die mich sonst eigentlich kaum interessiert haben – aber ein kleines, unbedeutendes Stück Heimat hat noch niemandem geschadet: Nürnberger Lebkuchen, Bayrische Weißwürste, Milchmädchen Kondensmilch (es hat die Wende überlebt), Pumpernickel und Emmentaler Käse. Und Haribo Gold-Bären sowieso, für den Fall, dass ich mit Thomas Gottschalk quatschen kann.

 

Also dann, auf geht’s!

Geschrieben am 04.11.2015.
Hier geht’s zu meinem Bericht über die Konferenz an der Harvard Universität: German American Conference an der Harvard Uni

 

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